



Bearbeiter: Lisa Müller, Rouven Bühlmann
Betreuer: Magnus Rembold, Prof. Jürgen Späth
Die Plakatsammlung der ZHdK umfasst ca. 300 000 Plakate, wobei nur ca. 35 000 online zugänglich sind. Niemand kennt den genauen Umfang und die Verteilung der Sammlung genau. Der PSMapper soll einen einfachen grafisch-interaktiven Überblick über die Grössenverhältnisse innerhalb der Datenbank geben.
Die Werte zu ausgewählten Schlüsseln werden als auswählbare Flächendiagramme in ihren Relationen dargestellt. Durch den unglaublichen Reichtum an Metadaten, die jedoch sehr unterschiedlich in den einzelnen Plakaten vorhanden sind, wurde eine Selektion notwendig. Es wurden acht relevante Schlüssel ausgewählt: Gestalter, Datierung, Medium, Land, Dimensionen, Auftraggeber und Druckerei.
Mit der Darstellung als Treemap-Diagramm erkennt der Benutzer auf einen Blick nicht nur die besonders häufig oder selten vertretenen Werte. Er erhält auch eine Ahnung davon, wieviele verschiedene Suchkriterien bzw. -werte es überhaupt gibt und wie sie sich verteilen. In welchen Jahren entstanden besonders viele der vorhandenen Plakate? Welcher Gestalter ist in der Datenbank am prominentesten Vertreten? Was für ein Bildinhalt ist besonders beliebt als Motiv? Dies sind nur einige der Fragen, die durch den PSMapper nicht nur innert Sekunden klar werden, sondern durch die dahinter verborgene Plakatliste ein Gesicht bekommen.
Diese Liste erreicht man durch Markieren von einem der Felder. Flächenmässig angepasste Platzhalter von ihnen erscheinen am rechten Rand, wo sie gesammelt werden. Durch einen Klick auf ein solches Feld gelangt der Benutzer zur Plakatvorschau, in der verkleinerte Ansichten der Plakate in einer Galerie aufgeführt sind. Durch Überfahren eines Stückes mit der Maus erhält man nicht nur eine grössere Ansicht, es taucht auch der Titel des Plakates auf, der oftmals wichtige Informationen für das weitere Verständnis enthält.
Die Menge der Plakate in der Galerie ist nicht begrenzt. Werden nicht alle Objekte angezeigt, kann per Drag & Drop Verfahren einfach durch die weiter unten liegenden Teile gescrollt werden.
Durch einen weiteren Klick auf eines der Vorschaubilder erhält der Benutzer dann in einer neuen Ansicht alle verfügbaren Informationen und Metadaten sowie eine Grossansicht des Plakates.
Auf spielerische Art und Weise erhält man so einen Einblick in die Ausmasse und Aufteilung von einer der grössten Plakatsammlungen auf der gesamten Welt. Die Datenbank selbst bekommt ein Gesicht und ihr vermeintlich unüberblickbares Volumen an Daten erhält eine bestechend einfache Struktur, die zum durchstöbern und erforschen einlädt.
Digitale und dreidimensionale Welten zogen mich schon immer in ihren Bann. Mein Studium lehrt mich, sie in Zukunft selber zu kreieren.
Dozent in der software-technischen Grundausbildung.
Auf Bedürfnisse und Anforderungen eingehen und mich innerhalb dieser Grenzen kreativ austoben ist das Schönste und Spannendste, das ich mir vorstellen kann.