Bei Fragen oder Unklarheiten können Sie uns auch gerne jederzeit auf einem der diversten Kanäle kontaktieren. Frau Verena Romanens vom IAD Sekretariat gibt Ihnen gerne Auskunft.
Zürcher Hochschule der Künste
Vertiefungsrichtung Interaction Design
Ausstellungstrasse 60
CH-8005 Zürich
Verena Romanens
Telefon ++41 43 446 32 54
E-Mail: viad.info@zhdk.ch
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Einblicke in die facettenreichen Tätigkeitsfelder des Interaction Designers

Während einer mehrtägigen Exkursion werden Agenturen, Designbüros, Industrieunternehmen und Institutionen in der Schweiz und Deutschland besucht, in denen Interaction Designer tätig sind.

Created:
01.03.11
Updated:
24.05.11

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Interactive Things, Zürich

Standort: Zürich
Team: 5
Kunden: Swisscom, iArt, UNO
URL: http://interactivethings.com

Eine junge Firma, die von drei Absolventen des Interaction Design Programms an der ZHdK gegründet wurde. Mittlerweile ist die kleine Agentur um zwei Mitarbeiter gewachsen. Viele ihrer Aufträge spielen sich im Bereich Datenvisualisierung ab, jedoch wächst auch der Anteil an Interaktiven Projekten stetig. Interactive Things behält sich vor Aufträge auch abzulehnen, falls diese zu wenig kreatives Potential aufweisen, oder sie nicht genügend Ressourcen aufbringen können, um eine qualitativ gute Arbeit abzuliefern. Qualität steht an erster Stelle, diese hat jedoch auch seinen Preis.

Nose, Zürich

Standort: Zürich
Team: 50
Kunden: SBB, General Motors, Betty Bossi, Mammut, BLS, BMC, Keystone
URL: http://www.nose.ch

Nose ist eine der grössten Branding Agenturen in der Schweiz. Sie kümmert sich um das gesamte Erscheinungsbild ihrer Kunden und verfügt dementsprechend auch über Spezialisten in allen Bereichen des Designs. Die User Experience steht über dem Corporate Design. Nose erstellt nur minimale Style-Guides im klassischen Sinne. Aus ihrer Erfahrung zeigen sich Details und konkrete Fragestellungen erst im Verlaufe des Projektes. Im Interaction Design haben sie ein Software entwickelt, mit welchem sich  Design, Gebrauch und Code am selben Ort zentral vergleichen lassen, in gewisser Hinsicht ein interdisziplinär-erfahrbarer Style-Guide.

iArt

Standort: Basel
Team: 24
Kunden: Raiffeisen, Mercedes Benz Museum, Kunstmuseeum Basel, City Gate, Militärhistorisches Museum Dresden,...
URL: http://www.iart.ch/

iArt ist im Bereich der Museumsgestaltung tätig und machen vor allem Multimediainstallationen. So haben sie beispielsweise das Konzept und die Umsetzung des Beispiel-Fernsehstudios im Verkehrshaus Luzern realisiert. Da war die Schwierigkeit, die komplexen Vorgänge des Fernsehmachens für den Besucher zu vereinfachen.

Desweiteren konnten sie das Mercedes Benz Museum in Stuttgart mit Filminstallationen gestalten und im Cern eine Multimediainstallation anbringen. iArt arbeitet interdisziplinär innerhalb als auch in der Zusammenarbeit mit externen Agenturen. Dadurch entstehen innovative Konzepte und Produkte, welche sowohl in technischer als auch gestalterischer Hinsicht überzeugen. Ein gutes Beispiel ist ein Multitouch Interface in Form einer Kugel welche im Ausstellungskontext Verwendung finden.

Die Vorgehensweise bei Projekten ist so, dass der Kunde bereits sehr früh und über das gesamte Projekt intensiv miteinbezogen wird. Prototypen in jedem Projekt-Stadium und Tests helfen wiederum Anwendbarkeit und Funktionalität auf den Benutzer abzustimmen. So können allfällige Fehler und Missverständnisse früh erkannt werden. Ebenfalls werden in einem Firmeneigenen Wiki Probleme und Hilfestellungen notiert um wiederauftretende Probleme schnell lösen zu können und die Firmeninterne Kommunikation zu erleichtern.   

Frauenhofer IAO, Stuttgart

Standort: Stuttgart DE
Team:  400
URL: http://www.iao.fraunhofer.de/

Das Fraunhofer ist eine Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Das Institut behandelt Themen wie Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt. Bei unserem Besuch konnten wir das Usability-Lab besichtigen. Probanden können mittels Kameras in einem Raum beobachten werden und ihr Verhalten analysiert werden. Das “Light-Lab” wurde vorgestellt, wo Einflüsse von Belichtung auf das Arbeitsverhalten erforscht wird. Die Cave ist ein Raum, in welchem über allseitige Rückprojektionen, dreidimensionale, virtuelle Welten erlebbar gemacht werden. Durch Hilfsmittel wie 3D-Brille und Steuergerät kann der Benutzer im virtuellen Raum navigieren. Beispielsweise kann man analog zum “Realen”, unter Tische schauen. Die Cave wird momentan vor allem benutzt, um im Bereich der Architektur-Visualisierung zu forschen. Desweiteren verfügt das Fraunhofer-Institut über ein Autosimulator, in welchem das Fahrverhalten über längere Zeit erfasst werden kann. Eyetracking und Video sind gängige Hilfsmittel zur Erfassung der Daten. Ein reales Auto steht im Raum. Projektionen einer Verkehrsituation befinden sich vor und hinter dem Auto. Beschleunigung und Bremswirkung werden durch Hydraulik simuliert und Motorgeräusche werden akustisch imitiert. Das Fraunhofer-Institut beschäftigt vor allem Techniker und Psychologen, bisher aber noch keine Designer, wobei zum Teil mit externen Agenturen zusammengearbeitet wird.

Mercedes Benz Museum, Stuttgart

Standort: Stuttgart DE
URL: http://www.mercedes-benz-classic.com/...

Ein architektonisches Erlebnis, in welchem die Geschichte des Konzerns Mercedes Benz erfahrbar gemacht wird. Wir konnten die kapselartige Liftanlage, welche von iArt konzipiert wurde, benutzen. Eine informative Projektion auf der gegenüberliegenden Wand sollte während der Fahrt angezeigt werden, welche zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht aktiviert waren.  
Aus der Sicht des Interaction Designers waren die verschiedenen Informationssysteme des Museums spannend. Die Ausstellungs-Signalisation, die Vermittlung von geschichtlichen Kontexten und interaktive Screens, welche technologische Fortschritte erfahrbar machen sollten, standen im Fokus unseres Rundganges und wurden dokumentiert. Der Ausstellungsbesucher konnten sich gezielt über einen portablen Audio-Guide, durch point-and-click, über die einzelnen Ausstellungs-Exemplare informieren. Dadurch war es möglich, sich frei und individuell im Museums-Kontext zu bewegen.

ICT innovations day im Fraunhofer-Institut

Standort: Stuttgart DE

Der "Innovations day" ist eine Veranstaltung des Fraunhofer-Instituts. Es wurden die neusten Displays und Präsentationsinstrumente vorgestellt.
Die Veranstaltung war sehr Technologie lastig und mit einer verkaufsorientierten Messe zu vergleichen. Der Handlungsbedarf in der Interaktionsgestaltung war offensichtlich. Die präsentierten Projekte wiesen erhebliche Mängel in der Konzeption, im Anwendungsbereich und in der Benutzerfreundlichkeit auf.

Intuity, Stuttgart

Standort: Stuttgart DE
Team: ca. 22
Kunden: AOL, Audi, Daimler, Gira, Siemens, Bosch, Zeiss, EnBW, T-Labs,...
URL: http://www.intuity.de

Bei Intuity hat das Erlebnis des Endprodukts einen hohen Stellenwert. Man versucht dabei die Projekte mit dem Kunden gemeinsam zu entwickeln und bezieht den Endbenutzer stark in den Entwicklungsprozess ein. User Experience Design basiert bei intuitiy auf drei Grundelementen: Relevance, Efficiency und Sympathy.
Innerhalb der Firma sind oft Zweierteams für ein Projekt verantwortlich. Diese Projekt-Teams arbeiten relativ unabhängig. Sie sind vom Schreiben der Offerte, der Projektplanung bis zur Umsetzung des Projekts selbständig verantwortlich. Je nach Art und Umfang des Projekts können die Teams untereinander Arbeitskräfte austauschen. Zudem tauschen sich alle Teams Anfangs Woche über den Stand der Projekte aus. Damit neben der Arbeit die firmeneigene Kreativität nicht zu kurz kommt, wurde das Intuity Lab ins Leben gerufen. Dort können Mitarbeiter an persönliche Ideen arbeiten wodurch innovative Protoypen entstehen können.

Projekttriangle Design Studio, Stuttgart

Standort: Stuttgart DE
Team: 10
Kunden: Hugo Boss, Lufthansa, Ikea, Schmitt + Sohn Aufzüge, Renolit, Frankfurt Hahn Airport, KHS, Fraunhofer Institute, ....
URL: http://www.projekttriangle.com/

Auf Anfrage der Studenten konnten wir das Projekttriangle Design Studio besuchen.  Projekttriangel ist spezialisiert auf Interaction-, Information- und Contemporary Graphic Design. Das Studio ist sehr schön gelegen und es herrscht eine sehr angenehme Arbeitsatmoshpäre. Wir konnten aktuelle und ältere Projekte betrachten und erhielten Einblicke in deren Prozessabläufe. Diese wurde durch spannende Hintergrundinformationen ergänzt.

Hochschule für Gestaltung Schwäbisch-Gmünd

Standort: Schwäbisch-Gmünd
Studierende: ca. 430
URL: http://www.hfg-gmuend.de/

An der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch-Gmünd sahen wir uns die Semesterausstellung an. Drei Bachelor- und vier Masterstudiengänge, unter anderem auch Interaction Design, stellten Arbeiten aus allen Semestern aus. In Schwäbisch Gmünd haben die Studenten ein zum Teil ein ganzes Semester Zeit für die Bearbeitung eines Projektes. Von den Themenbereiche der ausgestellten Projekten her konnten wir Gemeinsamkeiten zu Zürich ein streichen. Zum Beispiel die Übungen und Grundlagen in Layout und Farbtheorie der Visuellen Kommunikation entsprach in etwa unserem Curriculum der ersten Semestern. Grundsätzlich gab es verschiedene Meinungen bezüglich den Projekten: Gewisse Kommilitonen empfanden, dass der Fokus auf “Physical Computing” eher kleiner war als in Zürich. Andere wiederum fanden, dass gestalterische Grundlagen nicht gross zum Vorschein kamen.

Stefano Vannotti

Thomas Jakob

BA Absolvent 2011. Arbeitet heute als Interaction Designer beim Swiss Design Institute for Finance und Banking in Zürich.

Stefano Vannotti

Jan Huggenberg

BA Absolvent 2011

Jürgen Späth

Jürgen Späth

Prof. Jürgen Späth lehrt Interaktionsgestaltung in der Studienvertiefung Interaction Design. Er ist zudem Mitbegründer und Partner des Design Studios Projekttriangle, Stuttgart.

Mara Montoya

Jonas Shriqui

BA Absolvent 2011. Jonas Shriqui arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAD im Bereich Finance and Banking Experience.

Mara Montoya

Alain Groeneweg

BA Absolvent 2011. Arbeitet seit Herbst bei der dreipol GmbH.

Mara Montoya

Dinis Meier

BA Alumni 2011. Dinis Meier works as Interaction Designer und Usability Consulter Trainee at "Die Ergonomen".