Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser zur korrekten Anzeige dieser Webseite.

Through Momentum

Eine interaktive Installation der Fachrichtung Interaction Design an der ZHdK in Zusammenarbeit mit Lucid

Kurzbeschreibung

Die interaktive kinetische Lichtinstallation «Through Momentum» reflektiert den Prozess der Digitalisierung und bringt dessen Aspekte den Besuchern auf eine spielerische Art und Weise näher. Die Installation besteht aus 48 intelligenten und vernetzten Leuchtobjekten die von der Decke hängen und einer digitalen Schnittstelle auf dem Tablet. Besucher können durch die Installation gehen, und sich so durch die weichenden und annähernden Leuchtobjekte umhüllen lassen, oder per Fingergeste die Lichtintensität der einzelnen Leuchtobjekte über die digitale Schnittstelle steuern.

Lange Beschreibung

Die Digitalisierung erreicht heute nahezu alle Lebensbereiche und Wirtschaftsbranchen und verlangt ein massives Umdenken von Herstellern und Nutzern. Das klassische Produkt wird durch Sensoren intelligent, um digitale Schnittstellen erweitert und auf diese Weise mit anderen digitalen Systemen vernetzt. Dadurch ergeben sich ganz neue und spannende Möglichkeiten für die Nutzung dieser Produkte auf der einen und die Wertschöpfung durch das Produkt auf der anderen Seite. Für die Nutzer bedeutet dies, dass zum Beispiel Geräte, mit denen sie sich umgeben, viel besser auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Auch das Automobil, welches das Grundbedürfnis der individuellen Mobilität befriedigt, kann so auf Daten aus dem Netz zugreifen und diese aktiv verwenden um die Sicherheit zu erhöhen, Zugang ohne physischen Schlüssel zu erlauben oder gar das Steuer für einfache Streckenabschnitte zu übernehmen. Für die Hersteller der Produkte ermöglicht die Digitalisierung die Transformation des Produkts zu einer Plattform für weitere Dienstleistungen. So werden Besitzer in Zukunft ihr Fahrzeug bei Nichtbenutzung anderen anbieten können, überschüssige Energie in den verbauten Batterien zwischenspeichern oder gar autonom Transportaufträge durchführen. Die spannende Frage der Zukunft wird sein, wie wir uns mit diesen Möglichkeiten der Digitalisierung auseinandersetzen.
Die Installation «Through Momentum» reflektiert den Prozess der Digitalisierung und materialisiert Aspekte daraus in einer interaktiven kinetischen Lichtinstallation die während der «Volvo Art Session 2017» in der Schiffbauhalle in Zürich gezeigt wird. Die interaktive kinetische Lichtinstallation symbolisiert dabei das digitalisierte Produkt. Sie besteht aus einem Raster von 48 intelligenten und vernetzten Leuchtobjekten die von der Decke herab gehängt werden. Für die Besucher der Ausstellung besteht die Möglichkeit über verschiedene Kanäle in Interaktion mit Through Momentum zu treten. Dazu besitzen die Leuchtobjekte mehrere Sensoren um die Besucher im Umfeld der Installation zu erkennen. Durch Motoren sind die Leuchtobjekte in der Lage ihre Höhe zu verändern und sich zurückzuziehen, wenn Besucher durch die Installation gehen. Sobald ein Besucher unter dem Raster steht, nähern sie sich vorsichtig wieder an und umschliessen den Besucher auf diese Weise. Das Licht wird so zum Stellvertreter der digitalen Hülle, welche uns tagtäglich umgibt.
Den zweiten Zugang zur Installation erhält der Besucher über die Tablet Applikation. Per Fingergeste kann die Lichtintensität der einzelnen Leuchtobjekte über die digitale Schnittstelle gesteuert werden. Die Schnittstelle ist in Echtzeit synchronisiert, was bedeutet, dass alle Interaktionen für alle Besucher gleich sichtbar sein werden. Diese digitale Schnittstelle verwandelt das System von Leuchtobjekten in eine Plattform auf welcher die Besucher aufeinandertreffen und zusammen interagieren können. Die Verbindung der lokalen Interaktion mit den Leuchtobjekten im Raum und der Steuerung über die digitale Schnittstelle, bringt das Thema Digitalisierung dem Besucher auf eine spielerische Art und Weise näher.

Biografie der Künstler

Die Entwicklung der Installation erfolgte in einer Kollaboration der Fachrichtung Interaction Design (IAD) der ZHdK und Lucid, ein Designstudio von IAD Alumni. Für das IAD übernehmen Joël Gähwiler und Moritz Kemper die künstlerische Leitung des Projekts unterstützt durch ein Team von fünf Studierenden des Departement Design.
Moritz Kemper und Joël Gähwiler unterrichten die Kurse «Physical Computing» und «Spatial Interaction» auf Bachelor-Stufe. Neben dem Unterricht betreiben sie an der ZHdK das «Physical Computing Lab» in welchem neue Technologien, Materialien und Prozesse entwickelt werden. Der Fokus von Moritz Kemper liegt im Bereich «Tangible Interactions» während Joël Gähwiler sich auf den Bereich «Internet of Things» konzentriert.
Das Team der Studierenden setzt sich aus, Alessa Gassmann aus dem 1. Studienjahr Interaction Design, Alexander Blaschek aus dem 2. Studienjahr Interaction Design, Ilaria Stendahl BA Interaction Design, Noemi Chow im MA Interaction Design und Simona Oswald BA Industrial Design zusammen.
Marco Ehrenmann und Jonas Scheiwiler zeigen sich im Namen von Lucid für die gesamte technische Umsetzung sowie die Koordination des Aufbaus und des Betriebs vor Ort in der Schiffbau-Halle verantwortlich. Das Studio wurde 2015 von vier Interaction Design Abgängern der ZHdK gegründet. Sie schaffen und bespielen Raum – digital und physisch – und gestalten an der Schnittstelle zwischen Technologie, Kunst, Architektur und Design.

Wir bedanken uns bei Fabian Ellenberger, Mona Neubauer, Luke Franzke, Alex Bradley, Guido Gähwiler, Gabriela Gähwiler, Alexandra Surenmann, Kathrin Neumann und Adrian Reinhart für die Hilfe bei der Umsetzung des Projekts.


Forschung